Herzlich willkommen bei Claudi Feldhaus auch bekannt als Kakaobuttermandel

tapferes Schreiberlein - Energiebündel - Kullerauge

Erst wenn die Neugierde stirbt, wird ein Mensch alt.

Zum Altwerden hab ich definitiv den falschen Beruf gewählt!

Claudi Feldhaus

Neueste Blogs

Di

02

Aug

2016

Laufen wie ein Mädchen

»Lauf!«

Und ich laufe und laufe. Der Befehl kam aus mir heraus.
Ich atme ruhig, mir ist heiß. Ich spüre meine Muskeln, wie sich meine Oberschenkel unter dem Stoff immer wieder anspannen.
Die eine Sohle trifft den Waldboden, dann die andere. Drei Schritte - einatmen, drei Schritte - ausatmen.
Vögel singen, die Luft ist unglaublich. Rein nach dem Regen.
Musik im Ohr. »Work Bitch!«, brüllt Britney mir ins Ohr und das tue ich. Immer weiter.

 

Ich sehe mich selbst vor 20 Jahren.
Klein-Claudi sitzt als Letzte auf der Bank, als die Mannschaften für Völkerball gewählt werden.
Claudi, die als letzte ins Ziel läuft, die es nie schafft, die Stange hochzuklettern, die schuld ist, wenn ihre Gruppe beim Staffellauf verliert. Die für ihre ungelenken langen Glieder belächelt wird. »Dünn und groß«, betitelte mich der Sportlehrer, »Ausdauer und Kraft hat Se halt keine.«
»Muße ja auch nicht«, erwiderte die Klassenlehrerin und sah mich mitleidig an, »is eben n Mädchen!«

Das Mädchen von damals hat heute definierte Oberarme. Das Mädchen, dessen Beine mehr als ihr Eigengewicht wegstemmen.
Wie gerne würde ich meinen Lehrern von damals auf die Schnauze hauen. Ihnen zeigen, was ich beim Body-Combat und Wing Tsun gelernt habe. Seitdem mir meine Lehrer endlich Antrieb geben, mich ermuntern auszuprobieren. Und mich dann nicht stoppen wollten.

 

Das Mädchen, das die Bücherkisten in den 4. Stock schleppt.
»Sieht man dir gar nicht an, dass du so anpacken kannst«, sagen die andern Umzugshelfer.
»Warum nicht?«, frage ich gereizt und vermute schon, weil ich ein Mädchen bin.
»Du siehst eher wie so ne Intellektuelle aus. Aber is doch geil, wenn de beides kannst!«

»Lauf!«, erklingt es wieder und ich laufe.
Meine Muskeln brennen aber ich laufe weiter - laufe wie in Mädchen. Zielgerichtet, ausdauernd, den Schmerz ignorierend. Ja, das ist schon ein bisschen geil.

Sa

30

Jul

2016

Marshmallow

 

Als eine der vielen Symptome von PMS erfreuen sich Frauen auch an Mastodynie, deren Namen ich erst seit Kurzem benutze und der ich diesen Artikel widme. Denn aus Gründen habe ich mich in den letzten Tagen im Selbstversuch intensiv mit meiner beschäftigt.


Alle paar Wochen überrascht mein Körper mich mit einer grundlegenden Veränderung. Er wird weich, aufgedunsen, schwer, empfindlich. Mache ich normalerweise eine schlanke, agile Figur, bremst mich diese Zeit doch arg aus.
Ich verhüte u.a. mit der Hormonspirale, Nebenwirkungen des weiblichen Zyklus bleiben mir also weitestgehend erspart. Ich will gar nicht wissen, wie sehr die Mastodynie mich heimsuchen würde, wäre ich all naturell unterwegs!

Richtig bewusst wurde sie mir erst nach und nach, seitdem ich Sport mache. Denn es fällt schon auf, wenn der Körper - sonst sportlich und straff - plötzlich zum Marshmallow anschwillt. Wir reden von 3-7 Kilo Wassereinlagerungen, die sich fröhlich in Schenkeln, Füßen, Fingern, Brüsten und Bauch sammeln. Die einfach passieren, egal wie brav ich bin. Dafür sorgen, dass ich mir meine Lieblingsklamotten nicht passen. Dass ich meinen Ring nicht anstecken kann. Dass sich Zysten im Brustgewebe bilden, anschwellen und sehr schmerzhaft ausstrahlen. Dass meine Brüste schwer sind und immer wehtun vor allem bei Berührung, so dass ich eigens für diese Tage größere und superbequeme BHs anschaffen musste. Und in die ich abends Kühlpackungen packe, um mich wenigstens kurz zu entspannen.

Ich konsultierte meine Ärztin diesbezüglich vor fünf Jahren zum ersten Mal. Sie empfahl mir Tröpfchen. Und aushalten.
Die Tröpfchen (Mastodynon) halfen nur in einem gewissen Grad. Ich belas mich selbst und stieß irgendwann auf die Erkenntnis, dass es einigen Frauen hilft, in dieser Zeit Genussmittel wegfallen zu lassen. Ich, die schon keine Tiere isst, nicht raucht, nicht säuft, sollte nun also auch noch auf Schoki und Kaffee verzichten. Einen Versuch war es wert. Ich ließ meine beiden besten Freunde weg und ... wurde knatschig, fraß haufenweise Gummitiere als Ersatzhandlung, aber das Symptom trat tatsächlich schwächer auf. Dennoch hielt es so zwei Wochen lang an.


Genervt kaufte ich, als es das nächste Mal kam, Entwässerungsdragees. Die, die es in der Drogerie gibt. Stärkere wollte mir die Apothekerin ohne Rezept nicht geben. Außerdem trank ich massenweise Brennnesseltee. Doch es half nichts, trotzdem ich ständig aufs Klo rannte.
Meine Ärztin erzählte mir wieder nur was vom Aushalten, so schlimm kann es schließlich nicht sein. Normalerweise ist sie ziemlich cool und fortschrittlich, darum enttäuschte mich ihre Sicht an der Stelle schon sehr.

Ich ging also zu meinem Hausarzt, der immer mal ganz gute Ideen außerhalb der Schulmedizin hat, der gerne über den Tellerrand schaut. Als ich ihm von den Entwässerungskuren erzählte und dass ich gerne ein Rezept für eine stärkere hätte, erlitt er fast einen Herzkasper. Sofort wurde mein Blutdruck gemessen, der ohnehin stets niedrig ist. Dann wurde ich etwas gerügt. Eine Frau meiner Statur bringe sich ernsthaft in Gefahr, wenn sie auch künstlich noch entwässert.
Die Oberschwester nahm mich an die Seite, befühlte meine Schienbeine und sagte: »Schauen Sie, hätten Sie Entwässerung nötig, wären die ganz dick. Elefantenbeine. Bei Ihrem Blutdruck und Ihrer Figur sind wir doch so froh, dass Sie ausreichend trinken. Brennnesseltee erlaube ich Ihnen. Aber bitte keine Dragees mehr, ja?«
Mit hängenden Ohren verließ ich die Praxis, die Dragees liegen seitdem unangetastet in der Medizinschachtel.

Letzten Sonntag merkte ich, dass es wieder losging. Ausgerechnet in meiner Urlaubswoche sollte es keinen Kaffee und keine Schoki geben!
Für den nächsten Tag war ich mit Katja bei Ikea zum Frühstück verabredet. Ich verzichtete also brav auf den Gratiskaffee und die Schokoeierkuchen, nahm nach unserm Einkauf in dem schicken Café im Gewächshaus keinen Milchkaffee und fühlte mich heldenhaft. Stattdessen konsumierte ich die anderen Süßspeisen vom Frühstück und sehr viel lecker Rührei.
Zuhause begann ich dann die eingekauften Möbel aufzubauen, meine Heizung in ein Vintage-Kunstwerk zu verwandeln, Fenster zu putzen, rumzurennen. Was ich eben im Urlaub so mache. Doch als ich nicht mal die Hälfte der geplanten Arbeiten geschafft hatte, erschlug mich die Müdigkeit.
Sie ist ein weiteres Symptom von Mastodynie. Ich beobachte, dass ich in dieser Zeit sehr behände vorankomme, vieles zu schnell zu anstrengend wird, ich oft schwitze. Zu dem Zeitpunkt war meine Statur aber recht normal. Bis auf meine schweren Brüste und den kleinen Bauch hatte ich gedacht, ich habe es im Griff, weil ich doch ganz brav auf Kakao und Koffein verzichte.
Ich ließ die Arbeit Arbeit sein und bettete mich für ein Schläfchen aufs Sofa. Die Katze kam dazu, alles war schön. Als ich drei Stunden später erwachte, war ich der Blob.

Mein Körper war so schwer und starr, dass ich Probleme hatte, aufzustehen. Meine Klamotten waren komplett durchgeschwitzt, mein Bauch aufgebläht wie ein Wasserballon, jedes Glied tat weh. Ich schleppte mich ins Bad, was ich im Spiegel sah, war einfach nur krass.
Während ich mir Frauen-Balance-Tee und Brennnesseltee kochte, konsultierte ich Frau Google. Diesmal fragte ich sie nach den Symptomen, sie spuckte mir die Begriff Mastodynie aus, den ich ab dann erst als Wort auch benutzte. Ich las innerhalb von einer halben Stunde etwa zehn Fachartikel, die ich in der Konstellation aus Begriff und Symptomen fand. Sie alle unterschieden sich etwas, in Hinsicht auf die Tipps zu Besserung.

Doch was sie alle einten: Viele, etwa sechs von zehn Frauen leiden darunter. Es gibt keine Pille dagegen. Die Damen werden darum gebeten, auszuhalten.
Wie so oft ist es die Aufgabe der Frau, zu erdulden. Ich stellte mir kurz vor, wie das wäre, wenn dies ein typisches Männerleiden wäre. Seit Jahren wäre irgendein geiler Chemiecocktail auf dem Markt, der mir ermöglicht, mein normales Leben in meinem normalen Tempo fortzuführen. Dank dem ich z.B. ganz einfach laufen gehen kann und nicht wegen zu schmerzender Brüste verzichten muss.

Die Artikel wiesen neben den sogenannten Genussmitteln jeweils auf andere Nahrungsmittel hin, die das Symptom verschlimmern.
Ich möchte hier nun keine Quellenangaben erbringen müssen, denn was ich mir zusammenschusterte, habe ich den Rest der Woche ausprobiert und bei mir hat es funktioniert.
Ich bekam nämlich raus, dass es wohl das süße Frühstück bei Ikea war, das mich so zugerichtet hatte. Denn bitteschön tierische Eiweiße und Weißzucker wirken sich zusammen mit Mastodynie ganz schlecht aus.
Der nächste Artikel riet überdies vom Konsum salziger Speisen ab.
Ballaststoffreich dürfte die Ernährung sein, wenn es um Reis geht. Reistage sollte ich einlegen, aber bitte auf Mehl, also Brot verzichten. Ich könnte nun weiterhin aufzählen, was frau* alles nicht dürfen soll. Doch ich selbst dachte etwa bei Artikel Nummer 6: »Okay, ich merke mir jetzt nur noch, was während Mastodynie gut ist.«
1. Kräutertee
2. Reis
3. Obst und Gemüse
4. Sport (bei dem die Brüste nicht wackeln)
Das war‘s!

Da ich auch nichts Gebratenes essen durfte, dämpfe und koche ich mir also seit sechs Tagen Reis mit Gemüse und esse Obst dazu. Zum Glück gibt es gerade Wassermelone, die verschlinge ich statt Süßigkeiten. Ich salze wenig, scharf ist offensichtlich ebenfalls nicht gut. (Stellte ich fest, nachdem ich in einem vegetarischen Lokal Reis mit gedämpften Pilzen gegessen habe. Aber vielleicht war einfach Ei in der Soße?)


Ja, die kleine Claudi macht ihren Haremshosen und dem Hipsterpüppel (Dutt) alle Ehre, denn sie ist gerade als Hardcore-Veganerin unterwegs. Wenn irgendwo Milch dran war, meldet sich meine Mastodynie pünktlich wie ein Uhrwerk!
Im Selbstexperiment also liebe Damen und Sternchen konnte ich herausfinden, dass es funktioniert!
Wenn mich die Mastodynie das nächste Mal heimsucht, wenn ich im Büro bin, muss ich mir morgens Reis kochen und Gemüse dämpfen und das dann zum Mittag mitnehmen, statt mir einfach lecker Nudeln zu holen oder mir ein Brot zu schmieren. Selbstmitgebrachtes Essen ist für die Kollegen immer sehr interessant, aber ich denke, sobald ich denen sage, dass das Zeug nicht gesalzen ist, werden sie mich in Ruhe lassen.

Heute geht es mir übrigens besser, offensichtlich ziehen sich die Hormone zurück, meine Schenkel straffen sich, die Zysten in den Brustdrüsen schwellen ab, Brüste und Bauch werden wieder klein. Da für den Abend etwas Romantik geplant ist, passt mir das ganz gut.
Ich hoffe, ich kann morgen dann auch endlich wieder laufen gehen!

Übrigens versuche ich dieses Symptom nicht als meinen Feind zu sehen. Ja, es bremst mich aus, es schwächt mich. Oder ich könnte sagen: es entschleunigt mich, bringt mich dazu, auf mich zu achten. Natürlich ist es nervig und ich will schreien, vor allem wenn ich mitten in einer arbeitsreichen Zeit Mastodynie kriege. Doch lerne ich nach und nach, damit umzugehen.
Mastodynie zwingt mich zu einer langweiligen, aber sehr gesunden Ernährung, dazu mal durchzuatmen und fünf Gänge runterzuschalten. Vielleicht kann ich ihr eines Tages dafür dankbar sein.
Das wird in etwa der Tag sein, an dem ich Kaffee über habe und Schokolade mir nicht mehr schmeckt ...

Mo

18

Jul

2016

Es ist zum Schweigen - ein Aus-Kotz-Blog

 

Schweigen als Antwort ist offensichtlich zu einer gesellschaftlich anerkannten Norm verkommen. Ich frage mich an dieser Stelle: Wem macht das eigentlich Spaß? Wen verletzt es nicht?

Was ist passiert? Mindestens zum 4. Mal wurde ich von einem Verlag um die Vorstellung eines Projektes gebeten und am Ende enttäuscht. Wohl gemerkt: Ich war durch Stilsicherheit und Fleiß aufgefallen und DIEjenigen kamen auf MICH zu! Also habe ich mich extra hingesetzt, die Idee ausformuliert, ein Konzept erstellt und es kurz präsentiert. Darauf kam auch dieses Mal eine überaus positive Rückmeldung und das Interesse auf Details wurde schlicht euphorisch geäußert. Ich sah mich demnach ermutigt, jenem Verlag ein Exposé zu schreiben und fast 100 Seiten Fließtext zu verfassen, um eine Leseprobe zu haben. (Dieser Blog berichtete.) Das war vor sechs Wochen.
Darauf kam wieder einmal: Nichts.

Nachdem mir dieser Verlag die Wochen und Monate zuvor auf jede noch so kleine E-Mail innerhalb von zwei Tagen geantwortet hatte, erhielt ich diesmal nicht mal eine Eingangsbestätigung.
Gutmensch-Claudi war aber natürlich zu blöd, die Zeichen zu deuten. Das hatte sie Verlagen gegenüber nicht zum ersten Mal gemacht. Wie gesagt, schon zum 4. Mal verwechselte ich Geduld mit Gutglauben, hielt mich brav zurück, wartete. Als Autor hört man schließlich immer wieder: »Nachfragen kommen ungut, die melden sich dann.« Wie erwähnt: ICH wurde um eine Präsentation gebeten. Es handelte sich keinesfalls um ein unaufgefordert eingereichtes Manuskript. (Obwohl ich hier die Nicht-Reaktion ähnlich verwerflich finde.)

Es ist nicht so, dass es mir nur mit Verlagen so geht. Oder ich die Einzige wäre. Andauernd berichten mir Freunde von ihren Odysseen in Bewerbungsverfahren oder gar auf der Partnersuche, dass der Hang zum Schweigen, sobald das Interesse verlorengeht, beängstigend verbreitet ist. Erinnert auch an das sehr hippe Konzept des Ghostings.

Man bleibt allein mit der Erkenntnis, dass all die Mühe, all das Hoffen vergebens war. Wie sich das anfühlt? Ziemlich scheiße.
Talent, Liebenswürdigkeit, ja der eigene Wert als Mensch wird bezweifelt. Hatte man die Zeichen falsch gedeutet? Wo lagen die Fehler? Ja, was zur Hölle habe ich falsch gemacht, dass ich offenbar eine solche Behandlung verdiene?
Es fühlt sich beschissen und falsch an!
Und ich frage mich: Ahnt die andere Seite denn gar nicht, was sie damit anrichtet? Hatten er oder sie dieses Gefühl nie? Kann diese Angst vor der absoluten Falschheit nicht von jedem nachvollzogen werden? Tut man sowas gerade darum anderen an?
Es ist zum Schreien, zum Weinen.
Und ja, ich schreie und weine deswegen. Irgendwo muss dieses falsche Gefühl hin. Ich fühle mich äußerst menschlich: fehlgeleitet, fehlbar, lernfähig.

Und dann? Ihr seht es, oder? Reden hilft.
Ihr seid nicht allein mit diesem Eindruck von euch. Freunde helfen. Auch sie scheiterten, haben sich zu dem gemausert, was sie heute sind: wertvolle, kaputte Persönlichkeiten, die verstehen und Verständnis zeigen. Das hilft unheimlich und wärmt.
Ich weiß nicht, wie viele sonst an dieser Hürde scheitern. Sich verkriechen, die Flinte ins Korn werfen ...

Rückschläge mitten in die Fresse gehören leider dazu, wenn du den Weg des Erfolges beschreitest. Und das Schöne: je weiter du bist, desto härter werden die Schläge, irgendwann kommen sie mit der Faust. Und du kletterst höher, die Leiter hoch, den Berg hinauf der steil und steinig ist. Und wisst ihr, was dann passiert? Ihr könnt stürzen, wenn ihr geschlagen werdet, also fallt ihr. So oder so. Vielleicht nicht tief, aber es tut weh und ihr müsst aufstehen und den ganzen scheiß Weg nochmal laufen und ausweichen an der Stelle, wo der Schlag euch traf. Den nächsten seht ihr vermutlich wieder nicht kommen, netterweise kommt er mit dem Baseballschläger. Ich versuche mir einen Helm einzupacken und höre jetzt mal auf mit den Metaphern.

Ich bin lernfähig. Die letzte Woche war ich zu traurig zum Weitermachen, jetzt bin ich zu wütend zum Aufhören!
Ich versuche künftig meine hart erlernte Geduld nur noch anzuwenden, wenn es gerechtfertigt ist. Jemand der mich wirklich will, sei es ein Verlag, der eine talentierte Autorin; ein Mann, der eine starke Frau an seiner Seite haben oder eine Firma die eine ehrgeizige Angestellte möchte - die werden meine Geduld nicht herausfordern. Offenbar musste ich wenigstens schriftstellerisch viermal geschlagen werden, bis ich das kapiert habe ...

Do

07

Jul

2016

Ich bin froh, dass wir die Silbe Deut wiederhaben. Ohne klingt es eben als würden alle »Schloch!« brüllen

 

Des Weiteren beobachte ich dies alles mal wieder so weit von außen, wie es möglich ist. Die Energie während eines Spiels geht jedoch auch an mir nicht vorüber, nicht nur in Form all der Menschen, die auf meinem Heimweg unsere Flagge tragen.
Zuhause, mit dem Blick über die Stadt, in der ungefähr eine Million Menschen Fußball gucken, spüre ich die Vibration, die über allem hängt. Dann das Summen und Wummen gepaart mit ihrer Nervosität das ihre Stimmen in einem geschlossenen »Wuuuuuuuuuu« verhallen lassen und entweder entfleucht als nächstes Millionen Menschen »Aaaaaaah!« oder manchmal auch ein sehr lautes »Jaaaaaaaaaa!«
Kurz darauf trompetet es zu tausenden, Knaller und Feuerwerk wird entzündet. Die Anspannung entladen. Woran erinnert mich das bloß?